Projekte in Nepal

Tsoknyi Gargon Ling (Mustang, Nepal)

Das Nonnenkloster befindet sich in der Nähe der antiken Pilgerstätte Chumig Gyatsa Gargon, Muktinath, in der Region Mustang in Nepal. Chumig Gyatsa GargonEs existiert seit mindestens 300 Jahren. Vor etwa sechzig Jahren wurde es durch ein grosses Feuer zerstört und die Nonnen wurden obdachlos. In den folgenden Jahren hatten die Nonnen grösste Mühe, ihre Nonnenschule ohne die Führung eines geistigen Oberhauptes und ohne grundlegende materielle Unterstützung aufrecht zu erhalten. Trotz dieser schwierigen Umstände praktizierten sie täglich in ihrem mehr und mehr zusammenfallenden Gebetsraum. Als sie von einem großen tibetischen Lama ihrer eigenen Tradition hörten, machten sich drei der älteren Nonnen auf den Weg und liefen 1991 Hunderte von Kilometern über hochgelegene Bergregionen nach Kathmandu, um die geistige und materielle Unterstützung von Drubwang Tsoknyi Rinpoche zu erbitten.

Tsoknyi Rinpoches erster Besuch resultierte in einer umgehenden Konstruktion von zehn kleineren Räumen. Seitdem wurde das Nonnenkloster kontinuierlich wieder aufgebaut und vergrössert und zum ersten Mal war es den Nonnen wieder möglich, ein vollständiges buddhistisches Ritual abzuhalten. Seitdem konnten zwanzig junge Frauen als Nonnen ins Kloster eintreten; die Nonnengemeinschaft umfasst zur Zeit 55 Nonnen.

Durch wohlwollende Spenden konnte im Laufe der Jahre ein kleines Krankenhaus eingerichtet werden, das, ebenso wie der Gebetsraum des Klosters, sowohl den Nonnen als auch den Bewohnern aus der Umgebung zu Verfügung steht. Dies ist in dieser abgelegenen Gegend lebensnotwendig.

2009 konnte durch die grosszügigen Spenden, zum Teil von Studenten von Tsoknyi Rinpoche, mit dem Wiederaufbau des zerfallenen Tempels und Gebetsraumes begonnen werden und der Aussenbau wurde noch vor Einbruch der Winterkälte fertig gestellt.

2010 wurde mit dem Innenausbau des Tempels begonnen, der neben dem grossen Gebetsraum auch eine Bibliothek und einen zusätzlichen Wohn- und Studienraum für die wachsende Nonnengemeinschaft bieten wird. Zum Innenausbau gehören zu den  traditionellen Holzreliefs und Wandmalerei auch 3 grosse Statuen – die Darstellungen von Buddha, Padmasambhava und Tara.

Im Kloster Chumig Gyatsa Gargon, Muktinath können nun Nonnen ihre Rituale und Traditionen in einem einfachen, aber angemessenen Raum praktizieren. Dabei verbringen sie eine Hälfte des Jahres im Tal von Kathmandu, wo sie buddhistische Schriften und Sprachen studieren, während sie die andere Hälfte des Jahres in Zurückgezogenheit in ihrem Kloster in Muktinath praktizieren und ihre humanitären Dienste in den umliegenden Gemeinden anbieten.

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Tsoknyi Gebchak Chobar Ling Nonnenkloster (Chobar, Nepal)

 

Im Jahr 1999 legte eine Gruppe von Nonnen aus Nangchen in Osttibet, die ebenfalls seit Jahrzehnten ohne ein geistiges Oberhaupt praktiziert hatten, den Weg bis nach Kathmandu zurück um dort ihren Meister Drubwang Tsoknyi Rinpoche zu treffen und ihn um Belehrungen und die Möglichkeit zu praktizieren zu bitten. Der erste Tsoknyi Rinpoche hatte es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen, die sich zum Klosterleben berufen fühlten, die gleichen Möglichkeiten zur Praxis und zum Studium zu bieten wie Mönchen. Er war überzeugt, dass Frauen unter geeigneten Bedingungen zu den aussergewöhnlichsten spirituellen Praktizierenden zählen würden. Seine Vision bestätigt sich bis in unsere Zeit – die Nangchen Nonnen sind heute weltweit einzigartig in ihrer der spirituellen Entfaltung gewidmeten Lebensweise.

Tsoknyi Rinpoche errichtete für diese aus Tibet geflüchteten Nonnen das Tsoknyi Gebchak Chobar Ling Nonnen-Meditationszentrum in Pharping, einem viel besuchten Pilgerort nahe Kathmandu. Für die damals 23 Nonnen bestand nun die Möglichkeit, in einem Bauernhaus eine dreijährige Klausur nach strikten traditionellen Vorgaben zu absolvieren. Genauso, wie sie es in Tibet getan hatten, sitzen die Nonnen nun tagsüber in Meditation und Gebet und praktizieren nachts die Kunst des Traum-Yogas.

Inzwischen sind junge Frauen aus Nubri, Nepal, dazugestossen und in der wachsenden Gemeinschaft praktizieren nun 38 Nonnen. Anfang 2010 konnten die Nonnen in eine für sie angemessene kleine Klosteranlage nach Chobar umziehen, das ebenso in der Nähe von Kathmandu liegt, und da ein permanentes Zuhause für Studium, Praxis und Klausur finden.

 

Studium und Ausbildung für Frauen zur Lehrerin und Tsoknyi-Linienhalterin:

Im Tsoknyi Gebchak Chobar Ling Nonnenkloster in Chobar konnten Anfang 2010 die 25 von Tsoknyi Rinpoche auserwählten Nonnen ihr Studium und ihre Ausbildung zu Lehrerinnen und Tsoknyi-Linienhalterinnen beginnen. Dieses Projekt liegt Tsoknyi Rinpoche sehr am Herzen, beinhaltet es doch die ursprüngliche Vision des ersten Tsoknyi Rinpoche, hauptsächlich weibliche Praktizierende zu fördern. Diese Nonnen studieren mit Gelehrten (Khenpos) und praktizieren in Klausur, um später im Westen zu lehren und diese einzigartige Tsoknyi Praxislinie zu übertragen. Das Einzigartige an diesem Projekt ist zudem, dass die Meisterinnen auch in Englisch lehren werden.

 

Vor kurzem sind 82 Mädchen aus Tsoknyi Rinpoches Geburtsdorf in Nubri, Nepal, neu zur Nonnengemeinschaft gestossen. Neben einer umfassenden spirituellen Ausbildung zu Nonnen erhalten die jungen Novizinnen eine gute Allgemeinbildung.

Im Kloster aufzuwachsen und Nonne zu werden, stellt oftmals die einzige Möglichkeit dar, überhaupt einen Zugang zu Bildung zu erhalten, lesen und schreiben lernen zu können.

Natürlich stieg durch das Hinzukommen der 82 Novizinnen in dem kleinen Nonnenkloster der Bedarf an Lebensmitteln und medizinischer Betreuung. Auch dringende Baumaßnahmen für Unterkünfte und Klassenzimmer werden notwendig. Für all dies benötigt das Kloster Unterstützung von Aussen.

 

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